Klassenzimmer einrichten für kinder mit entwicklungsstörungen

Klassenzimmer einrichten für kinder mit entwicklungsstörungen

In der Schule werden Kinder mit neuen und hohen Anforderungen konfrontiert - oft unzumutbar für Kinder mit ADHS, Autismus, Legasthenie usw. Der Druck auf die Kinder, sich den Schulstandards anzupassen, erhöht den Stress und verschlimmert ihre Symptome nur. Wenn wir dies ändern und die Schule an die Bedürfnisse der Schüler anpassen, verbessert sich die Schulbildung für alle Beteiligten.

Die Vorteile mit einem NDD - angepassten Klassenzimmer

Eine Schule, die auf Kinder mit NDD ausgerichtet ist, ist für alle von Vorteil. So sind zum Beispiel Klarheit und eine gute Struktur, für viele Kinder mit ADHS, Autismus usw. wichtig. Hier sind einige Einrichtungstipps, die dir helfen, dein Klassenzimmer NDD-freundlich zu gestalten.

Eine Lehrkraft unterrichtet

Zusätzlich zu den Sitzplätzen für die ganze Klasse sollte es noch Folgendes geben:

  • Tischgruppen für die Zusammenarbeit
  • Plätze für individuelle Arbeit
  • Ein Platz für Gemeinschaftstreffen
Schulkinder basteln

Beispiele für Möbel, die neben Tischen und Stühlen zur Ausstattung eines Klassenzimmers dazugehören sollten:

  • Mobile Trennwände
  • Runde Hocker
  • Ohrenschützer
  • Fußstütze für den Tisch
Schulkinder sitzen und lernen
Schulkinder lesen
Schülerin lernt und hält einen Stressball in der Hand

Die Lernumgebung von Beginn an richtig gestalten

Die NDD-Anpassung der Schulumgebung kann bereits in der Planungsphase beginnen. Denk zum Beispiel darüber nach, welche Verhaltensweisen der Raum fördert. Ein langer Korridor verleitet zum Laufen. Kinder mit NDD verstehen vielleicht nicht, warum das Laufen im Korridor nicht erlaubt ist. Der Speisesaal ist ein großer, offener Raum, in dem der Lärm vom Boden bis zur Decke reflektiert wird - warum also leise sprechen? Indem man die Umgebung anders gestaltet, kann man das Verhalten kontrollieren. In einer Hotellounge gibt es gedämpftes Licht, Teppiche und weiche Möbel, um zu signalisieren, dass man sich leise unterhält - diese Überlegung lässt sich auch auf Schulen anwenden.

Praktische Tipps für eine NDD-freundliche Schule

  • Schreibe die Tagesordnung auf. Erkläre den Inhalt der aktuellen Stunde und gehe die Aufgaben durch, damit die Schüler wissen, wie viel und wie lange sie arbeiten müssen.

  • Halte organisiert und aufgeräumt. Schüler mit NDD mögen es, wenn alles an seinem richtigen Platz ist. Klar beschriftete Regale sorgen für weniger Unordnung. Herumliegende Dinge können ablenken, aber wenn sie in den entsprechenden Kisten verstaut sind, gibt es weniger optische Unordnung.

  • Sorge für festgelegte Sitzplätze. Natürlich ist es schwer, sich von seinen Freunden abzusetzen, auch wenn das die Arbeit von allen anderen beeinträchtigt. Außerdem besteht die Gefahr, dass ein Schüler alleine sitzen muss. Deshalb sollte die Lehrkraft entscheiden, wo jeder Schüler sitzen soll, um die Unruhe zu minimieren.

Zusammenfassung

Die Anpassung des Klassenzimmers für NDD hat Vorteile für alle Schüler. Am einfachsten ist es, das Klassenzimmer in Zonen zu unterteilen. So haben die Schüler die Möglichkeit, einen Arbeitsbereich zu finden, der für sie am besten geeignet ist, und zu variieren. Die akustische und visuelle Umgebung ist ebenso wichtig. Neben der Verbesserung der Einrichtung sind Kenntnisse über NDD und eine gute Planung für einen NDD-freundlichen Schulunterricht unerlässlich.

FAQ

In einer NDD-angepassten Schule sind die Voraussetzungen dafür gegeben, dass alle Schüler die Lernanforderungen erfüllen und sich entwickeln können, unabhängig davon, ob sie eine NDD-Diagnose haben oder nicht. Sowohl die physische Umgebung als auch die Pädagogik werden an Schüler angepasst, die Hilfe brauchen, um einen ganzen Schultag zu bewältigen oder sich im Unterricht zu konzentrieren.
  • Konzentration
  • Aufmerksamkeit aufrechterhalten
  • Mit anderen Menschen interagieren
  • Soziale Normen verstehen
  • Lernen und Gedächtnis
  • Motorische Fähigkeiten
  • Sich in Wort und Schrift ausdrücken
  • Planen und Sortieren
  • Unterscheiden zwischen Wichtig und Unwichtig
  • Impulskontrolle
ADHS, ADS, ASD (Autismus-Spektrum-Störung), Tourette-Syndrom, OCD (Zwangsstörung) sowie Sprach- und Sprechstörungen wie Legasthenie und Dyskalkulie. Das gleichzeitige Auftreten von mehr als einer Diagnose ist häufig.
ADHS ist die häufigste NDD-Diagnose, gefolgt von Autismus (gesamtes Spektrum) und dem Tourette-Syndrom.